Pelletpresse

Mit der KRONE Premos 5000 lassen sich Strukturpellets aus Stroh, Heu und Luzerne direkt in der Landwirtschaft herstellen. Die Pelletpresse ist sowohl mobil auf dem Feld als auch stationär einsetzbar und verarbeitet halmgutartiges Material zu kompakten Strukturpellets. Im mobilen Einsatz nimmt die Maschine das Erntegut direkt aus dem Schwad auf und verarbeitet es noch auf dem Feld. Stationär können bereits gepresste Ballen über einen Ballenauflöser der Pelletpresse zugeführt werden. Damit verbindet die Premos 5000 die Herstellung von Pellets mit hoher Flexibilität bei Einsatzort und Ausgangsmaterial. 

 

So funktioniert die Herstellung von Strukturpellets

Das Herzstück der Pelletpresse bilden zwei gegeneinander laufende Matrizenwalzen. Das Material gelangt zwischen die Walzen, die abwechselnd mit Zahn- und Lochmatrizenreihen ausgestattet sind. Dabei drücken die Zähne der einen Walze das Erntegut durch die Kanäle der Lochmatrize der anderen Walze. Je nach Material entstehen beim Pressvorgang Drücke von bis zu 2.000 bar und Temperaturen von bis zu 90 °C. Die Lochung der Matrize bestimmt einen Pelletdurchmesser von 16 mm; die Länge der Pellets lässt sich zwischen 15 und 40 mm einstellen. 

 

Vom Schwad bis zum fertigen Pellet

Im mobilen Einsatz nimmt eine 2,35 m breite Pick-up Stroh, Heu oder Luzerne aus dem Schwad auf. Über einen Förderrotor gelangt das Material in den Zuführkanal. Ein Förderband transportiert es anschließend zu den Matrizenwalzen, wo die eigentliche Herstellung der Strukturpellets erfolgt. Eine Dosieranlage kann Wasser oder Öl zuführen, um Materialfeuchte und Bindeeigenschaften für den Pelletierprozess anzupassen. Die Premos 5000 erreicht dabei abhängig vom Erntegut einen Durchsatz von bis zu 5 Tonnen pro Stunde. Außerdem können flüssige Zuschlagstoffe verarbeitet werden, die gerade in sehr trockenen Bedingungen die Festigkeit der Pellets erhöhen.

Nach dem Pressen werden die Pellets innerhalb der Maschine weiterverarbeitet. Schnecken fördern sie aus den Walzen zum Elevator und anschließend zu einer Siebtrommel. Dort werden Feinanteile abgesiebt und erneut den Matrizenwalzen zugeführt. Die fertigen Pellets gelangen über ein Förderband in den 9 m³ großen Pelletbunker, wo sie abgekühlt werden. Anschließend können die Strukturpellets über das Überladeband direkt auf ein Transportfahrzeug übergeben werden. 

 

Pelletpresse für den mobilen und stationären Einsatz

Eine Besonderheit der Premos ist die Kombination aus mobilem und stationärem Einsatz. Auf dem Feld kann die Pelletpresse halmgutartiges Material direkt aus dem Schwad aufnehmen und zu transportfähigem Schüttgut verarbeiten. Im stationären Betrieb werden dagegen Ballen über einen rund 7,5 m langen Zuführtisch und einen integrierten Ballenauflöser der Maschine zugeführt. Das Bindegarn wird automatisch entfernt, bevor Auflösewalzen das Material für den anschließenden Pelletierprozess vorbereiten. Dadurch kann die Premos auch außerhalb der Erntesaison zur Herstellung von Strukturpellets eingesetzt werden. 

 

Strukturpellets für Futter, Einstreu und weitere Anwendungen

Die mit der Pelletpresse erzeugten Strukturpellets unterscheiden sich von klassischen DIN-Pellets. Sie werden aus unzerkleinertem halmgutartigem Material hergestellt und besitzen einen Durchmesser von 16 mm. Durch ihren hohen Strukturanteil ergeben sich unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten: Strukturpellets können beispielsweise als Einstreu in der Tierhaltung, als Strukturkomponente im Futter sowie zur energetischen Nutzung eingesetzt werden. Auch die ergänzende Informationsseite zu Strukturpellets beschreibt die hohe Saugfähigkeit und den geringen Staubanteil als wesentliche Eigenschaften dieser Presslinge. 

 

KRONE Premos 5000: innovative Technik

Mit der Premos 5000 Pelletpresse bietet KRONE eine innovative Maschine für die Herstellung von Strukturpellets direkt auf dem Feld oder im stationären Betrieb. Die Kombination aus Materialaufnahme, Matrizenwalzen, Absiebung, Kühlung, Bunker und Fördertechnik bündelt den Pelletierprozess in einer Maschine. So wird aus Stroh, Heu oder Luzerne ein vielseitig nutzbares Produkt für Landwirtschaft, Tierhaltung und energetische Anwendungen – und aus landwirtschaftlichem Material eine zusätzliche Nutzungsmöglichkeit mit hoher Wertschöpfung.

 

 

Was sind Strukturpellets?

Strukturpellets sind Pellets aus halmgutartigem Erntegut wie Stroh, Heu oder Luzerne. Bei der KRONE Premos 5000 wird das unzerkleinerte Material unter hohem Druck zu Strukturpellets mit einem Durchmesser von 16 mm gepresst. Die Besonderheit ist die erhaltene Halmstruktur in den Pellets, die nach dem Auflösen wieder strukturiertes Material ergibt, was gerade für Fütterung und Einstreu sehr interessant ist. Die Herstellung kann direkt auf dem Feld aus dem Schwad oder stationär aus bereits gepressten Ballen erfolgen.

Was ist der Unterschied zwischen Strukturpellets und herkömmlichen Pellets?

Strukturpellets unterscheiden sich vor allem durch ihre Größe und ihren hohen Strukturanteil von herkömmlichen Pellets. Die mit der KRONE Premos 5000 erzeugten Strukturpellets haben einen Durchmesser von 16 mm und werden us unzerkleinertem Halmgut wie Stroh, Heu oder Luzerne hergestellt. Durch die erhaltene Pflanzenstruktur eignen sie sich unter anderem als Einstreu in der Tierhaltung, wo die Struktur zu einer guten Matratzenbildung führt, oder als Strukturkomponente im Futter.

Wie funktioniert eine Pelletpresse?

Eine Pelletpresse verdichtet Ausgangsmaterial unter hohem Druck zu Pellets. Bei der KRONE Premos 5000 gelangt unzerkleinertes Halmgut zwischen zwei gegenläufige Matrizenwalzen, die abwechselnd mit Zahn- und Lochreihen versehen sind. Die Zähne einer Walze drücken das Material durch die Kanäle der Lochmatrize der anderen Walze. Dabei entstehen je nach Erntegut Drücke von bis zu 2.000 bar und Temperaturen von bis zu 90 °C. Die fertigen Strukturpellets haben einen Durchmesser von 16 mm und eine einstellbare Länge von 15 bis 40 mm.

Kann eine Pelletpresse direkt auf dem Feld eingesetzt werden?

Ja, die KRONE Premos 5000 kann Strukturpellets direkt auf dem Feld herstellen. Im mobilen Einsatz nimmt eine 2,35 m breite Pick-up Stroh, Heu oder Luzerne direkt aus dem Schwad auf. Das Material wird anschließend über Förderrotor, Zuführkanal und Walzenband zu den Matrizenwalzen transportiert und dort zu Strukturpellets gepresst. So kann das Erntegut bereits auf dem Feld zu transportfähigem Schüttgut verarbeitet werden.

Eignen sich Strohpellets als Einstreu in der Tierhaltung?

Ja, Strukturpellets aus Stroh eignen sich sehr gut als Einstreu in der Tierhaltung. Durch ihre grobe Struktur sind sie saugfähig und staubarm. Ein Kilogramm Strukturpellets kann bis zu vier Liter Wasser binden. Bei der Aufnahme von Feuchtigkeit lösen sich die Pellets zunehmend auf und bilden eine griffige, weiche Matte. Strukturpellets können beispielsweise in der Rinder-, Schweine-, Geflügel- und Pferdehaltung als Einstreu eingesetzt werden.

Wie hoch ist der Durchsatz der KRONE Premos 5000?

Die KRONE Premos 5000 erreicht abhängig vom Erntegut einen Durchsatz von bis zu 5 Tonnen Strukturpellets pro Stunde. Die tatsächliche Leistung hängt dabei unter anderem vom zu verarbeitenden Material, Antriebsleistung und den jeweiligen Einsatzbedingungen ab.

Wie funktioniert die KRONE Premos 5000 im stationären Einsatz?

Im stationären Einsatz werden bereits gepresste Ballen über einen rund 7,5 m langen Zuführtisch der KRONE Premos 5000 zugeführt. Das Bindegarn wird automatisch entfernt und ein integrierter Ballenauflöser bereitet das Material für die Pelletierung vor. Anschließend gelangt das aufgelöste Halmgut zu den Matrizenwalzen und wird zu Strukturpellets gepresst. Dadurch kann die Premos auch außerhalb der eigentlichen Erntesaison zur Pelletproduktion eingesetzt werden.

Welchen Leistungsbedarf hat die KRONE Premos 5000?

Für den Betrieb der KRONE Premos 5000 wird eine Traktorleistung ab 257 kW beziehungsweise 350 PS benötigt. Für eine gute Performance wird eine Leistung ab 450 PS empfohlen. Damit ist die Pelletpresse auf leistungsstarke Zugmaschinen für den professionellen Einsatz ausgelegt.