Krone-Gruppe 2003
Die Krone-Geschäftsführung v.l.: Ludger Gude, Siegfried Wickert, Dr. Jürgen Föhrenbach, Dorothee Krone, Wilhelm Voß, Dr. Josef Horstmann
Krone-Gruppe 2003
Unternehmen

Krone-Gruppe 2003
Märkte, Zahlen und Fakten in Kürze

Einen neuen Rekordumsatz in Höhe von 612 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2003 bilanziert die Bernard Krone Holding GmbH & Co. KG in der fast einhundertjährigen Unternehmens- geschichte. Das Vorjahresergebnis von 531 Mio. Euro wurde damit um mehr als 15 Prozent übertroffen. Der Exportanteil der Krone-Gruppe belief sich im Berichtsjahr auf über 60 Prozent; die Eigenkapitalquote lag bei 38  Prozent.
Unter dem Dach der Bernard Krone Holding GmbH & Co. KG agieren drei eigenständige Gesellschaften:

Die Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH, Spelle
(Landmaschinenproduktion),

die Fahrzeugwerk Bernard Krone GmbH, Werlte
(Produktion von Nutzfahrzeugen)

sowie Bernard Krone
Landtechnik Vertrieb und Dienstleistungen GmbH, Spelle.


1.482 Mitarbeiter beschäftigte die Krone-Gruppe im Geschäftsjahr 2003; davon 680 in der Landmaschinen- Produktion am Standort Spelle, 454 am Nutzfahrzeug- Produktionsstandort Werlte und zur Belegschaft der Kühlerfertigung im dänischen Hvam gehörten 197 Mitarbeiter. Die LVD Bernard Krone GmbH mit ihren Geschäftsstellen in Spelle, Werschen (Sachsen-Anhalt) und Mölln (Schleswig-Holstein) beschäftigte 151 Mitarbeiter. Jeder Mitarbeiter erwirtschaftete in 2003 einen durchschnittlichen Pro-Kopf-Umsatz von 412,9 Tsd.€. Damit erreichte die Krone-Belegschaft erneut einen Spitzenplatz in der deutschen Metallindustrie.


Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH

Trotz der gedämpften Stimmung auf dem Agrarmarkt ist es Krone nach dem Rekordumsatz von 154 Millionen Euro im Vorjahr erneut gelungen, eine Um-satzsteigerung auf ein neues Allzeithoch von 157 Millionen Euro zu erreichen. Dies ist ein Ergebnis der langfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens. So stieg zum einen dank der komplexeren Technik der traditionellen Erntemaschinen mit ihrem Trend zu höherer Leistung und Kapazität sowie durch den Ausbau der Selbstfahrertechnik der Umsatz pro Maschine. Zum anderen sorgte das anhaltende Wachstum auf den Exportmärkten für einen Ausgleich zum um acht Prozent rückläufigen Heimatmarkt. Der Exportanteil wuchs von 53,3 Prozent im Jahr 2000 über 59,2 Prozent in 2002 kontinuierlich auf nunmehr 63,4 Prozent des Gesamtumsatzes. Besonders die beiden größten Exportmärkte Frankreich und USA zeichnen für diese Entwicklung verantwortlich. Der französische Partner Amazone France SA steigerte seinen Umsatz um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Krone North America, eine hundertprozentige Krone-Tochter, legte im Berichtsjahr sogar um 40 Prozent zu. Aber auch andere internationale Märkte wie Südafrika (+96 Prozent), Ungarn (+62 Prozent) oder Australien (+31 Prozent) leisteten ihren Beitrag zur insgesamt positiven Umsatzentwicklung.
Gegen den allgemeinen Trend legte Krone dabei in allen Marktsegmenten nicht nur nach Umsätzen zu, sondern auch bei den Stückzahlen. Insbesondere die Selbstfahrmaschinen und die ohnehin sehr starken Rundballenpressen eroberten zusätzliche Marktanteile, aber auch die <link 304 - internal-link "Opens internal link in current window">Mähwerke</link> der neuen Easy-Cut-Baureihe, die Kreiselzettwender KW, die Ein-,  Zwei- und Vierkrei-selschwader Swadro sowie die Großpackenpressen Big Pack und die Lade- und Dosierwagen der Baureihen Titan und XL konnten ihre Marktposition weiter ausbauen. Diese Entwicklung belegen auch die Statistiken der Landtechnik-Vereinigung im Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA). Während die im Verband organisierten Hersteller beim Umsatz (ausgehend vom Jahr 1999) einen leichten Rückgang von 2,5 Prozent verzeichneten, legte Krone im gleichen Zeitraum um 33,7 Prozent überproportional zu.


Landtechnik Vertrieb und Dienstleistungen
Bernard Krone GmbH (Krone LVD)


Bei stark rückläufigem Gesamtmarkt für Landmaschinen in den betreuten Gebieten konnte Krone LVD vor allem bei den Premium-Produkten Marktanteile hinzugewinnen. Der Trend der Landwirte, immer mehr Maschinenarbeiten an Lohnunternehmen zu vergeben, hat hier für einen zusätzlichen Aufschwung gesorgt. Denn um auf die veränderte Auftragslage zu reagieren, mussten die Lohnunternehmer in zusätzliche neue Maschinentechnik investieren. Ein weiterer wichtiger Schritt für das Umsatzwachstum auf nunmehr 46,3 Millionen Euro (Vorjahr 45,5 Mio. Euro) war die Übernahme des neuen Vertriebsgebietes mit Standort Mölln im Juni 2003. Wegen der ähnlichen Struktur der landwirtschaftlichen Betriebe ergeben sich bei Maschineneinkauf, der Maschinenvermarktung und im Service bereits heute Synergien mit den Standorten Spelle und Werschen.
Eine übers Jahr anhaltend steigende Tendenz ließ der Gebrauchtmaschinenhandel AgroPark erkennen. Die neu angelegten 6.000 Quadratmeter zusätzlicher Ausstellungsfläche und das neue Vermarktungssystem mit vielfältiger Auswahl, aktivem Zukauf und intensiven Vertriebsaktivitäten fanden großen Zuspruch. Dementsprechend konnte AgroPark im Berichtsjahr eine Umsatzsteigerung um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Die wegen der anhaltenden Trockenheit recht problemlose Ernte führte zu deutlich weniger Maschinenproblemen, so dass sich der Umsatz der Dienstleistungssparte Werkstatt- und Vorort-Service auf Vorjahresniveau einpendelte, während gleichzeitig das Ersatzteilgeschäft um fünf Prozent gegenüber 2002 zulegte.


Fahrzeugwerk Bernard Krone GmbH

Krone konnte am positiven Verlauf der europäischen Nutzfahrzeugmärkte überproportional partizipieren. So entschieden sich 2003 mehr Kunden denn je zuvor für einen Trailer von Krone. Erstmals belegte das Unternehmen nicht nur in Skandinavien, sondern auch im Baltikum sowie in Slowenien mit Abstand den ersten Platz in der Zulassungsstatistik. Auch in fast allen anderen Märkten legte das Unternehmen an Marktanteilen zu. Dies belegen auch die Statistiken des Verbandes der Automobilindustrie VDA. Steigerten die im Verband organisierten Trailerhersteller ihren Umsatz bezogen auf das Jahr 1999 um durchschnittlich 15,6 Prozent, so erreichte Krone im gleichen Zeitraum einen Zuwachs um 91,3 Prozent. Dies ist ein Ergebnis der langfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens mit der Konzentration auf Serienfahrzeuge, der konsequenten Ausweitung der Auslandsaktivitäten und der Erweiterung des Programms um Kühlfahrzeuge. Insbesondere die Kühlfahrzeugsparte konnte im Berichtsjahr mit brillanten Ergebnissen aufwarten. So produzierte das Werk im dänischen Hvam mit annähernd gleicher Personalstärke nicht nur fast doppelt so viele Kühlauflieger wie zu Beginn der Übernahme im Jahr 2000. In Deutschland wuchs der Marktanteil der isolierten Kofferfahrzeuge von 17,4 Prozent im Vorjahr sogar auf nunmehr 25 Prozent.
Ähnlich erfreulich entwickelte sich daher auch der Gesamtumsatz, der gegenüber dem Vorjahr um knapp 23 Prozent auf 408 Millionen Euro kletterte. Dabei steuerte der nationale Vertrieb eine Steigerung um 17 Prozent bei, während die Umsätze international um insgesamt 26 Prozent zulegten. Die höchste Steigerung erreichte der langjährige polnische Vertriebspartner Pozkrone, der wie schon im Vorjahr 2003 erneut den Umsatz verdreifachen konnte. Neben den stetig wachsenden skandinavischen Ländern trugen aber auch die im Vorjahr neu hinzugekommenen Länder Rumänien und Spanien mit erheblichen relativen Steigerungen, wenn auch auf niedrigerem absoluten Niveau, zum Umsatzplus bei.
Dank dieser überaus positiven Entwicklung konnte Krone erstmals in der Geschichte des Unternehmens sowohl nach Stückzahlen wie auch beim Umsatz zwei der stärksten Wettbewerber hinter sich lassen und ist somit der zweitgrößte Trailer-Hersteller Europas.
Die positive Auftragslage hatte auch Auswirkungen auf die Produktionszahlen und den Personalstand. So stellte Krone im Laufe des zweiten Halbjahres zusätzliche Mitarbeiter in Konstruktion und Fertigung ein und steigerte die durchschnittliche Tagesproduktion von rund 50 auf über 65 Einheiten. Auch im dänischen Werk konnte Krone die Tagesproduktion in den vergangenen Jahren von anfänglich sechs auf nunmehr zwölf Kühlfahrzeuge verdoppeln.

Spelle, 17. Februar 2004